Der richtige Baum am richtigen Ort

Gerade im Siedlungsgebiet prägen viele Umweltfaktoren den Baum in seinem Leben. Licht und Schatten, Nässe und Trockenheit, die Art des Bodens, die Bepflanzung der Baumscheibe, Hoch- und Tiefbauten, der Mensch, Tiere und Pilze beeinflussen seinen Wachstum.

Lage

Ist der Standort für den Baum im Siedlungsgebiet? Befindet sich ein Haus, eine Tiefgarage, eine Strasse, eine Kanalisation o. a. im näheren Radius des Pflanzortes? Es soll der mögliche Wurzelraum abgeklärt werden.

Ist der Standort in natürlicher Umgebung? Das kann ein Vorteil für den Baum sein, da er in seinem künftigen, älteren Lebenszyklus nicht frühzeitig gefällt werden muss und langsam in sich zusammenfallen darf.

Topografie: Ist der Standort an einem Hang, in einer Senke oder auf ebenem Grund? ? Wie ist der Sonneneinfall und würdest du von Süd-, Nord-, Ost- oder Westlage sprechen?

Gesetzte: Zudem sind die kantonalen Grenzabstände für Bäume und die Schweizer Neophyten-Liste zu beachten.

Bodenanalyse

Ist der Boden sandig, lehmig, sauer oder humusreich? Lehmiger Boden (viele Tonanteile) z. B. bildet tendentiell Staunässe, sandige Böden trocknen schneller aus.

Fingerprobe: Die Fingerprobe nutzt verschiedene physikalische Eigenschaften einer feuchten Bodenprobe zur Bestimmung einer Bodenart (Bodenzusammensetzung) und spricht dabei besonders die Körnigkeit, die Mehligkeit und die Bindigkeit einer Bodenprobe an.  

Bei der Pflanzung eines Baumes können Nährstoffe beigegeben werden, damit der Boden fruchtbarer wird und der Baum gut anwächst. Dabei wird organischer Dünger, Kompost, Mulch oder Pflanzenkohle eingesetzt.

Organisches Material wie Mulch wird der Baum mit der Zeit selbst produzieren durch herabfallende Äste und Blätter. Durch die Bepflanzung der Baumscheibe mit Sträuchern, Kräutern und Bodendeckern wird der natürliche Kreislauf weiter gefördert.

Praxishilfe der Biodiversität

Bäume und Sträucher im Siedlungsraum (2016), mit freundlicher Genehmigung von BirdLife Schweiz